Die US-Zentralbank greift weiter in vollem Umfang in den Wertpapiermarkt ein. Das hat der Offenmarktausschuss (FOMC) bei seiner Mai-Sitzung entschieden. Damit kauft die Federal Reserve weiter Anleihen und Hypothekenpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar pro Monat, damit Konsum, Investitionen und Jobvergabe besser laufen. Den Leitzins ließen die Währungshüter wenig überraschend nahe Null.

Aktien:

  • Aisin Seiki Co Ltd (7259 JP) -0.72%, -25¥, 3‘455¥
  • Sekisui House Ltd. (1928 JP) -1.17% -17¥, bei 1‘436¥
  • Bridgestone Corp. (5108 JP), -2.21%, -80¥, bei 3‘540¥
  • Japan Airlines Co Ltd (9201 JP) +1.90%, +90¥, bei 4‘815¥
  • Mitsubishi Estate Co Ltd (8802 JP) +0%, +0¥, bei 3‘175¥
  • Hitachi Ltd (6501 JP) +0%, +0¥, bei 610¥
  • Sumitomo Mitsui Financial Group (8316 JP) +1.66%, +75¥, bei 4‘600¥
  • Mitsui Fudosan Co Ltd (8801 JP) -0.74%, -25¥ bei 3‘340¥
  • Sumitomo Mitsui Trust Holdings Inc (8309 JP) +1.65%, +8¥, bei 492¥
  • Jafco Co Ltd (8595 JP) -1.75%, -80¥, bei 4‘490¥
  • Daiwa House Industry Co Ltd (1925 JP) -2%, -44¥, bei 2‘153¥
  • Tokyo Steel Manufacturing Co Ltd (5423 JP) -4.59%, -18¥, bei 374¥
  • SHO-BOND Holdings Co Ltd (1414 JP) -1%, -40¥, bei 4‘000¥
  • Hitachi Koki Co. Ltd (6581 JP) -0.37%, -3¥, bei 810¥
  • Nissan Motor Co. Ltd (7201 JP) -2%, -20¥, bei 979¥
  • Komatsu Ltd (6301 JP) -4.13%, -108¥, bei 2‘507¥
  • Nomura Holdings Inc (8604 JP) +0.26%, +2¥ bei 775¥

Indices und Makro:

  • Nikkei 225 -105 Punkte, -0.76%, bei 13‘694
  • Topix -5 Zähler, -0.44%, bei 1‘153
  • 97.30 gegen US$, respektive 128 gegen €
  • Rendite der 5-jährigen Regierungsanleihen (JGB) verzinst zu 0.23%
  • Rendite der 10-jährigen Regierungsanleihen (JGB) verzinst zu 0.59%
  • Rendite der 30-jährigen Regierungsanleihen (JGB) verzinst zu 1.58%
  • Spread 10Y/30Y JGB 0.99% – Spread 5Y/10Y JGB 0.36%
  • KOSPI (-0-35%), Shanghai (-0.6%), Thailand SET (+0.05%), Philippinen (+0.3%), Indien (+1.2%)
  • Gold 1’453$ (-15), Silber 23.45 (-0.62). Öl (Brent) 100 (-1.5) (WTI) 91 (-1.5), Kupfer 308 (-6), Bauholz 342 (-8)

Global: 

  • Die US-Zentralbank greift weiter in vollem Umfang in den Wertpapiermarkt ein. Das hat der Offenmarktausschuss (FOMC) bei seiner Mai-Sitzung entschieden. Damit kauft die Federal Reserve weiter Anleihen und Hypothekenpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar pro Monat, damit Konsum, Investitionen und Jobvergabe besser laufen. Den Leitzins ließen die Währungshüter wenig überraschend nahe Null. “Diese Maßnahmen sollten weiter einen Abwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen aufrecht erhalten, den Markt für Darlehen stabilisieren und dabei helfen, die allgemeinen Finanzbedingungen konjunkturstützend zu halten”, heißt es in der Erklärung der Notenbank. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses deuteten sogar die Möglichkeit an, das Wertpapierprogramm aufzustocken, je nachdem, wie sich die Wirtschaft entwickelt: “Der Ausschuss ist vorbereitet, das Volumen der Ankäufe zu senken oder zu erhöhen, wenn sich der Ausblick für den Arbeitsmarkt oder die Inflation verändert.”
  • Das hochverschuldete Griechenland hat die erste große Privatisierung abgeschlossen: Die Regierung hat ihre Anteile am Glücksspielunternehmen OPAP für mehr als 650 Millionen Euro verkauft. Allerdings liegt der Preis für den gewinnträchtigsten Staatsbetrieb unter dem Marktwert.
  • Angela Merkel hat kürzlich einen Riesenstuss erzählt, als sie sagte, Deutschland bräuchte jetzt eher höhere Zinsen. Sie kann nur darauf hoffen, dass ihr Wunsch nicht in Erfüllung geht, denn sie würde ihre Bundestagswahl inmitten einer von ihr selbst verschuldeten Rezession bestreiten. Es herrscht in Deutschland wieder einmal eine Illusion über die Stärke der eigenen Wirtschaft. Jedes Mal wenn die Konjunktur am Boden ist, kocht erneut eine Debatte über Deutschland als Schlusslicht hoch. Wenn die Wirtschaft wieder brummt, dann lobt man die Strukturreformen und empfiehlt sich als Modell für den Rest der Welt. Was jetzt neu ist: Die Konjunktur ist gerade dabei einzubrechen, aber die Euphorie scheint ungebrochen.
  • Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hält eine weitere Zinssenkung vonseiten der Europäischen Zentralbank (EZB) für nicht effektiv. „Der Effekt auf die Refinanzierungsbedingungen der Banken und die Liquidität wäre sehr gering“, sagte Fratzscher im Interview des Handelsblatts (Donnerstagausgabe). „Das Problem, dass die Geldpolitik viele Unternehmen in den Krisenländern nicht erreicht, liegt sicher nicht an zu hohen Zinsen, sondern an den Problemen der Banken und weiterhin hohen Risiken“, ergänzte der 42-jährige Wissenschaftler, der sich in seinen Forschungen vor allem auf die europäische Schuldenkrise kapriziert hat. Fratzscher ist zudem der Ansicht, dass eine Zinssenkung nicht nur als positives Signal verstanden werden könnte: „Märkte und Unternehmen könnten sie so interpretieren, dass die EZB sich weit größere Sorgen um die konjunkturelle Situation im Währungsgebiet macht als erwartet.“

Märkte: 

  • Der Nikkei-Index verliert 0.8 Prozent auf 13,695 Punkte. Unter Abgabedruck stehen insbesondere die Papiere exportorientierter Unternehmen. Die Aktien von Toyota (7203 JP) geben ab, ebenso wie Fujitsu (6702 JP). Gefragt sind dagegen die Titel von Sharp (6753 JP). Zwei Banken erwägen Medienberichten zufolge offenbar, dem Unternehmen einen Kredit über 100 Milliarden Yen zu gewähren. Das könnte dem Konzern helfen, eine Wandelschuldverschreibung zurückzuzahlen.
  • In Japan drückt der feste Yen zusätzlich auf die Stimmung. Belastet von Aussagen der US-Notenbank ihr Anleihekaufprogramm wie erwartet fortzusetzen, sinkt der US-Dollar auf 97,26 Yen, nachdem er am Mittwoch in der Spitze noch 97,60 Yen gekostet hatte. “Das Risiko eines weiter steigenden Yen und einer Korrektur an den Aktienmärkten bleibt bestehen”, sagt Analyst Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.
  • Schwachen US-Vorgaben und die stockende Erholung in China belasten die Finanzmärkte in Ostasien. Nachdem der von der HSBC erstellte Einkaufsmanagerindex im April in zweiter Lesung auf 50,4 Punkte nach vorläufig 50,5 Punkte gefallen ist und sich damit nur noch knapp im expansiven Bereich befindet, geht es an den meisten Börsen der Region bergab mit den Kursen.
  • An den chinesischen Börsen fallen die Verluste etwas geringer aus. Der HSI in Hongkong gibt 0.3 Prozent und der Shanghai-Composite 0,2 Prozent ab. “Zwar bestätigt der HSBC-Einkaufsmanagerindex, dass sich das Wachstum in China abschwächt, nachdem bereits der offizielle PMI gesunken war. Der Handel hat diese Entwicklung jedoch bereits größtenteils eingepreist”, sagt Analyst Zhang Yanbin von Zheshang Securities.

Unternehmen:

  • Der erfolgsverwöhnte Premiumautobauer BMW kann sich den Auswirkungen der Schuldenkrise nicht mehr entziehen. Im ersten Quartal schrumpften Umsatz und Gewinn der Münchener trotz gestiegener Verkäufe. “Die BMW Group ist trotz schwacher Automobilmärkte in Europa gut in das neue Geschäftsjahr gestartet”, sagte Vorstandschef Norbert Reithofer angesichts der schwierigen Umstände und bekräftigte die Prognose für 2013.
  • Der Konkurrenzkampf zwischen den Smartphone-Riesen Apple und Samsung wird bald auch im US-Verteidigungsministerium ausgetragen. Nach Angaben gut unterrichteter Personen wird das Pentagon in den nächsten Wochen sowohl das Galaxy-Smartphone von Hersteller Samsung, als auch die iPhones und iPads von Produzent Apple für den Gebrauch in den nationalen Sicherheitsbehörden zulassen. Damit würden die Smartphone-Hersteller ihren Nutzerkreis auf Regierungsebene erheblich ausweiten.

Kurse aus Japan vom 02. Mai 2013 um 08.30 Uhr (Zürcher Zeit), Rohstoffe Future-Preise  vom 02. Mai 2013 um 08.30 Uhr.

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