daily observations (April 30, 2013) – Japan -0.2%, $|¥ 97.75, Gold 1460$

Die japanische Industrieproduktion hat sich im März den vierten Monat in Folge verbessert und liefert damit einen ersten Hinweis für den Erfolg des aggressiven Sanierungsprogramms der Regierung. Diese kämpft gegen die fünfte japanische Rezession in 15 Jahren und eine jahrelange Deflation. Das Produktionsplus von 0.2 Prozent gegenüber Februar fiel allerdings schwächer aus als erwartet. Volkswirte hatten eine Steigerung um 0.4 Prozent vorausgesagt. Trotzdem interpretiert die Regierung die Zahlen als positives Zeichen und geht jetzt von einer “graduellen Erholung” des Sektors aus.

Aktien:

  • Aisin Seiki Co Ltd (7259 JP) -4.22%, -155¥, 3‘515¥
  • Sekisui House Ltd. (1928 JP) +0.70% +10¥, bei 1‘461¥
  • Bridgestone Corp. (5108 JP), -0.14%, -5¥, bei 3‘675¥
  • Japan Airlines Co Ltd (9201 JP) +4%, +190¥, bei 4‘940¥
  • Mitsubishi Estate Co Ltd (8802 JP) +0.64%, +20¥, bei 3‘165¥
  • Hitachi Ltd (6501 JP) -0.18%, -1¥, bei 622¥
  • Sumitomo Mitsui Financial Group (8316 JP) +0.33%, +15¥, bei 4‘605¥
  • Mitsui Fudosan Co Ltd (8801 JP) +0.30%, +10¥ bei 3‘310¥
  • Sumitomo Mitsui Trust Holdings Inc (8309 JP) -2%, -10¥, bei 489¥
  • Jafco Co Ltd (8595 JP) +0.32%, +15¥, bei 4‘710¥
  • Daiwa House Industry Co Ltd (1925 JP) +1.80%, +39¥, bei 2‘202¥
  • Tokyo Steel Manufacturing Co Ltd (5423 JP) -3.41%, -14¥, bei 397¥
  • SHO-BOND Holdings Co Ltd (1414 JP) +0%, +0¥, bei 4‘110¥
  • Hitachi Koki Co. Ltd (6581 JP) +2.30%, +19¥, bei 845¥
  • Nissan Motor Co. Ltd (7201 JP) -1.74%, -18¥, bei 1‘016¥
  • Komatsu Ltd (6301 JP) +0.15%, +4¥, bei 2‘659¥
  • Nomura Holdings Inc (8604 JP) +4.07%, +31¥ bei 793¥

Indices und Makro:

  • Nikkei 225 -23 Punkte, -0.17%, bei 13‘860
  • Topix +4 Zähler, +0.34%, bei 1‘165
  • 97.76 gegen US$, respektive 127.95 gegen €
  • Rendite der 5-jährigen Regierungsanleihen (JGB) verzinst zu 0.26%
  • Rendite der 10-jährigen Regierungsanleihen (JGB) verzinst zu 0.61%
  • Rendite der 30-jährigen Regierungsanleihen (JGB) verzinst zu 1.61%
  • Spread 10Y/30Y JGB 1% – Spread 5Y/10Y JGB 0.35%
  • KOSPI (+1.20%), Shanghai Comp (-1%), Thailand SET (+0.3%), Philippinen (+0.5%), Indien (+0.02%)
  • Gold 1’461$ (-6), Silber 24.05 (-0.12). Öl (Brent) 103.4 (-0.35) (WTI) 94.20 (-0.3), Kupfer 322 (+3.25), Bauholz 350 (-10)

Global: 

  • Die japanische Industrieproduktion hat sich im März den vierten Monat in Folge verbessert und liefert damit einen ersten Hinweis für den Erfolg des aggressiven Sanierungsprogramms der Regierung. Diese kämpft gegen die fünfte japanische Rezession in 15 Jahren und eine jahrelange Deflation. Das Produktionsplus von 0.2 Prozent gegenüber Februar fiel allerdings schwächer aus als erwartet. Volkswirte hatten eine Steigerung um 0.4 Prozent vorausgesagt. Trotzdem interpretiert die Regierung die Zahlen als positives Zeichen und geht jetzt von einer “graduellen Erholung” des Sektors aus.
  • Zudem zeigen neue Daten, dass die japanischen Verbraucher Mut fassen und mehr Geld ausgeben. Auch auf dem Arbeitsmarkt verbessert sich die Lage: Die Arbeitslosenquote liegt mit 4.1 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahren. “Der Konsum im Einzelhandel war sehr stark”, sagte Yuichi Kodama, Chefvolkswirt beim Lebensversicherer Meiji Yasuda. Das habe nicht nur am wärmeren Wetter im März gelegen, sondern weil “Aktiengewinne und die Erwartung an eine wirtschaftliche Erholung” den Konsum gestützt hätten. “Das ist ein Effekt der Abenomics”, sagt Kodama.
  • Die Bank of Japan hat in die Trickkiste gegriffen, um bei ihrer Inflationsprognose die vom neuen Notenbankchef ausgegebene Zielzahl von zwei Prozent ausweisen zu können. Der neunköpfige Rat verlängerte den Prognosezeitraum, weil er nicht glaubt, dass es binnen zwei Jahren gelingen wird, die Teuerung bis auf zwei Prozent zu treiben. Das geht aus dem Halbjahresbericht hervor, den die japanische Zentralbank am Freitag veröffentlichte.
  • Die deutschen Verbraucher lassen sich ihre Konsumlaune nicht von der Konjunkturschwäche verderben. “Die Stimmung der Verbraucher zeigt sich weiter überaus robust”, stellen die Konsumforscher der GfK-Gruppe fest. Der von dem Marktforschungsunternehmen errechnete Indikator zum Konsumklima klettert für Mai auf 6,2 nach revidiert 6,0 Zählern im Vormonat; vorläufig hatte der April-Wert 5,9 Punkte betragen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten für Mai einen Stand von 5,9 Punkten vorhergesagt.

Märkte: 

  • Gestützt von den positiven US-Vorgaben geht es an den Finanzmärkten in Ostasien am Dienstag überwiegend nach oben. Die Börsen in Sydney und Seoul sind die Tagesgewinner. Kaum verändert notiert dagegen der Nikkei-Index in Japan. Hier belastet vor allem der wieder etwas festere Yen. In Schanghai bleibt die Börse feiertagsbedingt geschlossen.
  • Anleger in Japan verkaufen vor allem Autoaktien. Die Papiere von Mazda (7261 JP), Honda (7267 JP) und Toyota (7203 JP) verlieren. Das liegt nicht nur am stärkeren Yen, sondern auch an schwachen Produktions- und Ausfuhrdaten. Im März sank die Automobilproduktion um 16.4 Prozent, die Exporte gingen um 10.1 Prozent zurück. Die Aktien von Roboterproduzent Fanuc (6954 JP) verlieren, weil der Konzern im vergangenen Jahr 13 Prozent weniger verdient hat. Der Nikkei-Index notiert mit 13.8885 Punkten kaum verändert.
  • Aufwärts geht es dagegen in Südkorea, wo insbesondere Technologiewerte gefragt sind und dem Leitindex Kospi ein Plus von 1.3 Prozent bescheren. Der Kurs von Technologiekonzern Samsung steigt, ebenfalls der Kurs von Chiphersteller SK Hynix. Die Aktien dieser Unternehmen folgen den positiven US-Vorgaben. Marktstrategen begründen die Gewinne mit Nachholbedarf der Branchenwerte. Ebenfalls gut läuft es in Australien. Der S&P/ASX 200 gewinnt 1.1 Prozent. Gesucht sind insbesondere Bankentitel. Die Aktien der Australia and New Zealand Banking Group klettern nach unerwartet hohem Quartalsgewinn und einer Dividendenerhöhung. Trotz steigender Rohstoffpreise notieren die Papiere von Minenbetreibern kaum verändert.
  • Ein US-Dollar kostet 97,91 Yen, was deutlich unter dem Schlusskurs vom Donnerstag von 99,36 Yen je Dollar liegt. Da der Handel in Tokio am Montag feiertagsbedingt pausiert hat, belastet der Yen-Kurssprung zeitverzögert die japanischen Aktien.
  • Der Goldpreis hat seit dem jüngsten Absturz auf ein 26-Monats-Tief 8 Prozent gut gemacht – allein am Montag ging es 1.6 Prozent nach oben. Viele Händler und Analysten gehen aber davon aus, dass diese Gewinne nur vorübergehend sind. Ein Ansturm auf physisches Gold und Schmuck in Indien und China hat dem Preis in der vergangenen Woche auf die Beine geholfen. Gleichzeitig haben sich Finanzinvestoren jedoch aus dem Markt zurückgezogen. Gold-ETFs verzeichnen weiterhin Mittelabflüsse. Die passiv verwalteten Goldfonds handeln und lagern das Edelmetall im Auftrag ihrer Kunden. Auch der so genannte Open Interest an der Rohstoffbörse Comex, also die Summe der über Nacht offenen Future-Kontrakte ohne Gegengeschäft, ging zurück – je höher die Summe, desto liquider der Markt. Der Rückgang ist ein Signal für die Zurückhaltung der Investoren.” Es ist kein gutes Zeichen, wenn die Privatanleger kaufen und die Profis verkaufen”, sagt Ed Lashinski, der bei RBC Capital Markets für Handel und Strategie verantwortlich ist.

Unternehmen:

  • Die Schweizer Großbank UBS hat sich zum Jahresauftakt dank robuster Ergebnisse sowohl in der Vermögensverwaltung als auch im zurechtgestutzten Investmentbanking überraschend deutlich von dem milliardenschweren Verlust aus dem vierten Quartal 2012 erholt.

Kurse aus Japan vom 30. April 2013 um 08.30 Uhr (Zürcher Zeit), Rohstoffe Future-Preise  vom 30. April 2013 um 08.30 Uhr.

 

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