daily observations (April 26, 2013) – Japan -0.3%, $|¥ 98.70 Gold 1470$

Nach ihrer Schocktherapie zu Monatsbeginn hat die Bank of Japan auf eine Politik der ruhigen Hand umgeschaltet. Der neunköpfige Rat beschloss am Freitag einstimmig, am Ziel der Verdoppelung der Geldbasis festzuhalten. Die japanische Zentralbank hat sich vom Leitzins als geldpolitischer Größe verabschiedet und achtet stattdessen auf die Geldbasis. Sie umfasst jene Geldmenge, die von einer Notenbank im Umlauf gebracht wurde.

Aktien:

  • Aisin Seiki Co Ltd (7259 JP) -3.43%, -135¥, 3‘655¥
  • Sekisui House Ltd. (1928 JP) -1.83% -27¥, bei 1‘451¥
  • Bridgestone Corp. (5108 JP), -1.99%, -75¥, bei 3‘685¥
  • Japan Airlines Co Ltd (9201 JP) +3.05%, +140¥, bei 4‘725¥
  • Mitsubishi Estate Co Ltd (8802 JP) -1.10%, -35¥, bei 3‘145¥
  • Hitachi Ltd (6501 JP) -0.48%, -3¥, bei 623¥
  • Sumitomo Mitsui Financial Group (8316 JP) -0.43%, -15¥, bei 4‘585¥
  • Mitsui Fudosan Co Ltd (8801 JP) -2.37%, -80¥ bei 3‘305¥
  • Sumitomo Mitsui Trust Holdings Inc (8309 JP) +0.48%, +2¥, bei 499¥
  • Jafco Co Ltd (8595 JP) +0.43%, +20¥, bei 4‘695¥
  • Daiwa House Industry Co Ltd (1925 JP) -2.87%, -64¥, bei 2‘163¥
  • Tokyo Steel Manufacturing Co Ltd (5423 JP) -1.44%, -6¥, bei 411¥
  • SHO-BOND Holdings Co Ltd (1414 JP) +5.25%, +205¥, bei 4‘110¥
  • Hitachi Koki Co. Ltd (6581 JP) -2.13%, -18¥, bei 826¥
  • Nissan Motor Co. Ltd (7201 JP) -0.39%, -4¥, bei 1‘034¥
  • Komatsu Ltd (6301 JP) +2.63%, +68¥, bei 2‘655¥
  • Nomura Holdings Inc (8604 JP) -0.65%, -5¥ bei 762¥

Indices und Makro:

  • Nikkei 225 +82 Punkte, -0.30%, bei 13‘884
  • Topix -11.5 Zähler, -0.99%, bei 1‘161
  • 98.70 gegen US$, respektive 128.50 gegen €
  • Rendite der 5-jährigen Regierungsanleihen (JGB) verzinst zu 0.24%
  • Rendite der 10-jährigen Regierungsanleihen (JGB) verzinst zu 0.58%
  • Rendite der 30-jährigen Regierungsanleihen (JGB) verzinst zu 1.61%
  • Spread 10Y/30Y JGB 1.03% – Spread 5Y/10Y JGB 0.34%
  • KOSPI (-0.36%), Shanghai Comp (-0.25%), Thailand SET (+0.34%), Philippinen (+0.88%), Indien (-0.35%)
  • Gold 1’472$ (+30), Silber 24.20 (+1). Öl (Brent) 103 (+1) (WTI) 93 (+1), Kupfer 323 (+2), Bauholz 360 (unverändert)

Global: 

  • Nach ihrer Schocktherapie zu Monatsbeginn hat die Bank of Japan auf eine Politik der ruhigen Hand umgeschaltet. Der neunköpfige Rat beschloss am Freitag einstimmig, am Ziel der Verdoppelung der Geldbasis festzuhalten. Die japanische Zentralbank hat sich vom Leitzins als geldpolitischer Größe verabschiedet und achtet stattdessen auf die Geldbasis. Sie umfasst jene Geldmenge, die von einer Notenbank im Umlauf gebracht wurde.
  • Volkswirte beurteilen die Chancen der Zentralbank skeptisch, das Inflationsziel trotz radikaler Lockerung der Geldpolitik in so kurzer Zeit erreichen zu können. Viele erwarten, dass die Inflationsprognose der Währungshüter hinter den zwei Prozent zurückbleiben wird. Im Konsens sagen die befragten Experten für das nächste Fiskaljahr, das im April 2014 beginnt, eine Inflationsprognose von 1.5% voraus.
  • Bundesbank-Präsident Weidmann geht mit der Rolle der EZB bei der Eurorettung hart ins Gericht. In einer Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht zeigt er die Risiken der europäischen Geldpolitik auf. Die Deutsche Bundesbank hat die Euro-Rettungspolitik scharf kritisiert. In einer vertraulichen Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht, die dem Handelsblatt (Freitagausgabe) vorliegt, lehnt die Notenbank vor allem mögliche Staatsanleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) vehement ab. Die Bundesbank kritisiert, dass „gezielt Anleihen schlechterer Bonität“ erworben würden, wodurch die Risiken stiegen. „Die Käufe können überdies die Unabhängigkeit der Zentralbanken belasten, die eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Erfüllung ihrer Hauptaufgabe – die Wahrung der Preisniveaustabilität – ist“, heißt es in dem 29-seitigen Papier. „Befindet sich die Geldpolitik erst einmal auf einem derartigen abschüssigen Kurs, ist eine Umkehr nur schwer und unter großen Kosten möglich.“
  • Zypern hat am Donnerstag die Einschränkung des Zahlungsverkehr gelockert, die im März zur Vorbeugung einer Kapitalflucht ins Ausland verhängt worden war. Gemäß dem Erlass des Finanzministeriums dürfen Privatpersonen künftig innerhalb des Landes wieder bis zu 10.000 Euro im Monat überweisen, die Obergrenze für Unternehmen wurde bei 50.000 Euro festgelegt. Privatpersonen dürfen zudem bis zu 5.000 Euro ins Ausland überweisen und bis zu 3.000 Euro mit sich ausführen. Allerdings ist es weiterhin nicht möglich, mehr als 300 Euro pro Tag abzuheben.

Märkte: 

  • Am letzten Tag vor einem verlängerten Wochenende kommen Asiens Börsen kaum vom Fleck. Auch der mit Spannung erwartete Zinsentscheid der Bank of Japan sorgte kaum für Bewegung. Im Kampf gegen die hartnäckige Deflation hat Japans Notenbank ihren expansiven geldpolitischen Kurs bestätigt. Nach der aufsehenerregenden Zinsentscheidung vom 4. April hielten sich die Währungshüter am Freitag allerdings zurück und leiteten keine neuen Maßnahmen ein.
  • Entsprechend unbeeindruckt zeigten sich die Börsianer. Die Börse in Tokio tendierte leichter: Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte einen Abschlag von 58,85,36 Punkten oder 0.42 Prozent beim Zwischenstand von 13 867,23 Punkten. Der breit gefasste Topix büßte bis dahin um 8,44 Punkte oder 0.72 Prozent auf 1164,34 Zähler ein. Der Shanghai-Composite in China verlor 0.3 Prozent.
  • Der japanische Nikkei-Index gewinnt nach einer starken Börsenwoche 0.2 Prozent auf 13.954 Punkte. In der Wochenbilanz bedeutet dies ein Plus von rund 5 Prozent, wozu vor allem der schwache Yen beitrug. In Tokio warten die Marktteilnehmer gespannt auf den Ausgang des zweitägigen Treffens der japanischen Notenbank, wenngleich mehrheitlich keine neuen geldpolitischen Beschlüsse erwartet werden. Im Fokus steht mehr der halbjährliche Bericht der Notenbank und dort vor allem der Ausblick auf die Inflationsentwicklung. Spannend wird, ob die Notenbank ihre Inflationsprognose anheben wird, um sie mit der selbst um sie mit der selbsterklärten Mission des neuen Gouverneurs (“zwei Prozent in zwei Jahren”) in Einklang zu bringen.
  • Seit drei Tagen steigt der Dax – beflügelt von den Zinsfantasien der Anleger. Ob er auch mit einem Plus ins Wochenende geht? Im Fokus der Börsianer stehen spannende Konjunktur- und Unternehmensdaten. Der Dax dürfte zum Wochenschluss laut Börsianern wenig verändert starten. Am Donnerstag hatten Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) und ermutigende US-Konjunkturdaten den Aktienmärkten Auftrieb gegeben. Der Leitindex ging mit einem Plus von 0,95 Prozent auf 7832 Punkte aus dem Handel. Damit beendete der Dax bereits den dritten Tag in Folge im Plus.
  • Im Vorfeld dieses Berichts erholt sich am Devisenmarkt der Yen etwas von seiner jüngsten Schwäche. Der Dollar geht mit 99,06 Yen um, nachdem er am Vortag noch über 99,50 Yen gekostet hatte.
  • Die 10-jährigen Renditen stabil und notieren bei 0.58% (Vortag: 0.58%). Am langen Ende steigen die Renditen (der 30-jährigen Staatsanleihen JGB) leicht an auf 1.61%. Die Renditen der 5-jährigen Anleihen ruhen ebenfalls bei 0.24%.
  • Nur knapp zwei Wochen nach seinem fulminanten Absturz hat der Goldpreis bereits mehr als die Hälfte seiner Verluste wieder aufgeholt. Im asiatisch dominierten Handel am Freitag erreichte der Preis für die Feinunze in der Spitze 1.485 Dollar, verglichen mit etwa 1.463 Dollar im US-Handel am Vortag. Aktuell geht die Feinunze mit 1.475 Dollar um. Im Wochenverlauf erholte sich der Goldpreis damit um rund 5 Prozent.

Unternehmen:

  • In Tokio springt der Kurs von Japan Tobacco (2914 JP) nach oben. Das Tabakunternehmen hat für das laufende Geschäftsjahr Rekordergebnisse in Aussicht gestellt und dies unter anderem mit dem schwachen Yen begründet. Abwärts geht es dagegen für Yahoo Japan (4689 JP) nach als wenig beeindruckend bezeichneten Quartalszahlen.
  • Der Jahresauftakt ist Samsung gelungen. Die Koreaner steigerten ihren Gewinn im ersten Quartal um satte 54 Prozent. Rivale Apple musste im selben Zeitraum den ersten Gewinnrückgang seit einem Jahrzehnt verkraften.
  • Das deutliche Plus von 0.9 Prozent in Hongkong führen Marktteilnehmer ebenfalls in erster Linie auf gute Unternehmensergebnisse zurück. So steigt der Kurs von Bank of China nach einem Nettogewinnanstieg im ersten Quartal von über 8 Prozent. Eine annähernde Gewinnverdopplung im abgelaufenen Geschäftsjahr beschert der Aktie von China Unicom ein Plus. PetroChina gewinnen nach guten Geschäftszahlen.
  • Die Kursverluste am Aktienmarkt in Schanghai erklären Händler mit den weiter schwelenden Sorgen vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in dem als globale Konjunkturlokomotive geltenden Land. Gleichwohl sorgen auch hier positive Geschäftsergebnisse für steigende Kurse, beispielsweise bei China Life Insurance und SAIC Motor.
  • George Soros setzt auf Kaufhäuser. Der Starinvestor erwarb knapp acht Prozent an der US-Kette J.C. Penney. Die kann Unterstützung gut gebrauchen. In den USA findet man sie in den meisten Einkaufszentren: Filialen der Kaufhauskette J.C. Penney. Doch die Geschäfte laufen schlecht für das Unternehmen, sein Kassenbestand fiel laut “Wall Street Journal” binnen eines Jahres von 1,5 Milliarden auf 930 Millionen Dollar.

Kurse aus Japan vom 26. April 2013 um 08.30Uhr (Zürcher Zeit), Rohstoffe Future-Preise  vom 26. April 2013 um 08.30 Uhr.

Am Montag bleiben in Japan die Börsen wegen eines Feiertages geschlossen.

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